Absturzsicherungen & Rückhaltesysteme

Montage, Wartung & Reparatur

Wir Industriekletterer sind Profis im Umgang mit Absturzsicherungen. Als Fach- und Ausbildungsbetrieb für Höhenarbeiten beschäftigen wir uns täglich mit dem Thema Sicherheit. Wir können Ihnen daher ein breites Portfolio an Produkten zur Absturzsicherung anbieten, von denen wir alle bereits selbst getestet haben.

Je nach Risikosituation und örtlichen Gegebenheiten haben wir auch komplette Absturzschutzsysteme (EN 363) im Angebot. Sie gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit, ohne aber die Bewegungsfreiheit spürbar einzuschränken.

Die bei einem Sturz auftretenden Kräfte werden mit unseren Sicherungssystemen auf ein Minimum (unter 6 KN) reduziert und auf kraftaufnahmefähige Körperglieder verteilt – Rücken- oder Genickverletzungen können somit vermieden werden.

Wir arbeiten ausschließlich mit Absturzsicherungssystemen, die alle notwendigen Normen erfüllen und entsprechend geprüft sind.

Arbeiter an Absturzsicherung hängend an Hochhaus, fotografiert vom Boden aus

Einsatzgebiete für Absturzsicherungen & Rückhaltesysteme

  • auf Flachdach, Profildach oder Steildach
  • als Steigschutz an Leitern und Aufstiegen
  • an Fassade oder Wand
  • als Schutzgeländer
  • an Fenstern
  • über Kopf bzw. an der Decke

Welche Systeme zur Absturzsicherung gibt es?

Kollektivschutz – Geländer, mobil oder fest installiert

Einsatzgebiet: auf Flachdächern und Fenstern

Wir montieren Ihnen Geländer in verschiedenen Ausführungen. Ob genietet, verschweisst oder gesteckt – wir fertigen alle Teile passgenau nach Ihren individuellen Anforderungen.

Je nach Untergrund können wir Ihnen auch Geländer anbieten, die in sich verschraubt sind. So muss die Absturzsicherung nicht mehr mit der Dachfläche verschraubt werden.

Sie können auch aus einem Angebot an mobilen Geländern (z.B. für die Baustelleneinrichtung) wählen: Von Spanngurten bis hin zu Schutznetzen bieten wir für jeden Bedarf die richtige Schutzvorrichtung.

Seil-Sicherungssysteme

Einsatzgebiet: Dachflächen, Industrie und Veranstaltungshallen, Kranbahnen

Das Seil-Sicherungssystem kann individuell auf Ihre Dachfläche angepasst werden und bietet eine Anschlagmöglichkeit für die persönliche Schutzausrüstung Ihrer Mitarbeiter. Die Montage ist auf jedem Untergrund möglich.

Das Seil verläuft am Rande Ihrer Gebäudebrüstung und muss mindestens 2 m von der Sturzkante entfernt montiert werden. Üblicherweise werden die Arbeiter mit einer Leinenlänge von 1,5 m mit dem System verbunden.

Steigschutz für fest installierte Leitern

Einsatzgebiet: Leitern

Mit unserem Steigschutz kommen Ihre Mitarbeiter sicher von Sprosse zu Sprosse.

Der Steigschutz hat am oberen Ende einen Überstand von 1,30 m. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass Ihre Mitarbeiter schon vor dem Einsteigen in die Leiter ihre persönliche Schutzausrüstung in Verbindung mit ihrem Steigschutzläufer in den Steigschutz einhängen.

Der Steigschutz kann maximal von 4 Personen gleichzeitig genutzt werden.

Persönliche Schutzausrüstung:

Einsatzgebiet: Alle Systeme, die einen Sicherheitsgurt vorschreiben

Im Paket mit Ihrer Absturzsicherung bekommen Sie auch die PSAgA, Ihre persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, von uns.

Die PSAgA muss regelmäßig 1 x pro Jahr von einer sachkundigen Person geprüft werden. Dies übernehmen wir selbstverständlich gerne für Sie.

In unserem Ausbildungszentrum für Höhenarbeiter in Mannheim bilden wir Sie in regelmäßigen Schulungen aber auch selbst zum Sachkundigen PSAgA aus.

Häufige Fragen zum Thema Absturzsicherung

Wie sind die gesetzlichen Regelungen für Absturzsicherungen?

Die Europa-Normen für PSA gegen Absturz verweisen auf die EN 363:2008 (persönliche Absturzschutzsysteme), die folgende Systeme umfasst:

Anschlageinrichtungen EN 795

Anschlageinrichtungen können Anschlagpunkte oder Anschlagkonstruktionen sein und dienen ausschließlich zum Einhängen von Absturzsicherungssystemen. Sie müssen entsprechend der Norm geprüft und gekennzeichnet sein.

Wie funktioniert eine Absturzsicherung?

Seilsicherungssysteme lassen sich in zwei Kategorien einordnen: Auffang- und Rückhaltesysteme.

In einem Rückhaltesystem richtet der Benutzer eigenverantwortlich die Länge des Verbindungsmittels so ein, dass ein Absturz ausgeschlossen ist, weil das Verbindungsmittel ihn gar nicht erst über die Absturzkante gelangen lässt.

Auffangsysteme kommen hingegen seltener zum Einsatz. Sie werden nur dann installiert, wenn Arbeiten in der unmittelbaren Gefahrenzone unvermeidlich sind. Das System mit der dazugehörigen Schutzausrüstung gewährleistet im Falle eines Absturzes, dass der Betroffene nicht tief fallen kann und dass das Auffangen nicht ruckartig erfolgt ("soft drop"). Jedoch muss bei Auffangsystemen gewährleistet sein, dass der Betroffene innerhalb von 20 Minuten aus seiner Lage befreit wird.

Worauf muss ich bei der Verwendung von Produkten zur Absturzsicherung achten?

  • Bei den Verbindungsmitteln ist darauf zu achten, dass eine Verlängerung durch Zusammenknoten etc. nicht erlaubt ist.
  • Kernmantelseile werden mit dem Spierenstich, dem Achterknoten oder einer Seilendvernähung vom Hersteller gesichert.
  • Falldämpfer aus Gurtband (Band-Falldämpfer) sind besonders gut bei Arbeiten unter Schmutzeinwirkung geeignet.
  • Die Wirkung von Falldämpfern darf durch das Anschlagen des Verbindungsmittels nicht beeinträchtigt werden.
  • Für Arbeiten auf ebenen oder geneigten Flächen sind Einstellvorrichtungen, die von Hand mitgeführt werden können, zu empfehlen.
  • Vertikal angebrachte Seile lassen die Verwendung von mitlaufenden Auffanggeräten zu (z.B. bei Arbeiten auf Schüttgütern). Mitlaufende Auffanggeräte, die geöffnet oder an beliebiger Stelle des Seiles angefügt werden können, haben den Vorteil, dass das Gerät an mehreren Stellen verwendet werden kann (z.B. Aufstiegsseil - Arbeitsseil). Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Seile mit dem Gerät als System geprüft sind, und das Gerät richtig am Seil aufgesetzt wird, um die Blockierfunktion des Gerätes zu gewährleisten!
  • Veränderungen am Produkt durch den Anwender sind nicht gestattet. Das Lösen einer Endsicherung ist eine Änderung am Produkt.

Was ist eine PSAgA?

Die "Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz". Diese sollten Sie beim Transport zur Arbeitsstelle möglichst in entsprechenden Gerätekoffern oder Gerätesäcken aufbewahren.

Worauf ist bei einer Anschlageinrichtung zu achten?

Die Anschlageinrichtung für PSA gegen Absturz muss die Kräfte aufnehmen können, die beim Auffangen abstürzender Personen auftreten.

Beim Anschlagen ist besonders darauf zu achten, dass sich das Verbindungsmittel nicht unbeabsichtigt von der Anschlageinrichtung lösen kann.

Verbindungsmittel dürfen nicht über scharfe Kanten geführt werden. Deshalb sind scharfe Kanten durch geeignete Hilfsmittel zu entschärfen.

Die Verbindungsmittel sind außerdem straff zu halten. Höhensicherungsgeräte müssen zur Vermeidung von Pendelbewegungen möglichst senkrecht über dem Benutzer angeschlagen sein. Die zuverlässige Funktion bei waagrechtem Auszug ist nicht bei allen Geräten gewährleistet (Hinweise hierzu gibt die Gebrauchsanleitung des jeweiligen Produktes).

Welche Last muss eine Absturzsicherung tragen?

Anschlageinrichtungen müssen einer Belastung von 10 kN standhalten.

Wie oft muss ich meine PSAgA überprüfen lassen?

Die Wartung bzw. periodische Überprüfung der Persönlichen Schutzausrüstung ist, abgesehen von der laufenden Besichtigung vor jedem Einsatz, mindestens 1x jährlich von einer sachkundigen Person zu begutachten. Diese Prüfungen müssen dokumentiert werden.

Bei der Besichtigung muss überprüft werden, ob die PSA funktionstüchtig und unbeschädigt ist, ob das Etikett eindeutig lesbar ist und wie stark die Ausrüstung verschmutzt ist.

Werden Mängel festgestellt, welche die Sicherheit beeinträchtigen, ist die Persönliche Schutzausrüstung der weiteren Benutzung zu entziehen. Fällige Reparaturen dürfen nur vom Hersteller durchgeführt werden.

Bei Verwendung von Höhensicherungsgeräten ist zu beachten, dass diese jährlich vom Hersteller bzw. von vom Hersteller geschulten und autorisierten Händlern zu überprüfen und zu warten sind. Klären Sie deshalb unbedingt bereits beim Kauf der Höhensicherungsgeräte die Möglichkeit und die Abwicklung dieser Inspektionen.

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